Gegen drei Uhr morgens am 26.06. verließ ein Flixbus Freiburg im Breisgau in Richtung Genf. Mit dabei wir, sechs Rovis unseres Stammes. Viele Lager hatten wir schon hinter uns, viele Erlebnisse uns erfahren gemacht im Umgang mit Standlagern, Kanulagern und Wanderlagern. Doch nun sollte es auf ein neues Abenteuer gehen. Wandern im Jura, auf französischer Seite, aber mit Start und Ende in der Schweiz. Bereits den Abend zuvor hatten wir uns getroffen und gemeinsam mehr schlecht als recht in Freiburg im Studierendenwohnheim übernachtet.
Gegen Morgen erreichten wir Genf, von dort nahmen wir den Nahverkehrszug, erst nach Nyon, und dann eine Schmalspurbahn nach La Cure, direkt an der Grenze zu Frankreich. Dort wurden die Rucksäcke geschultert und losgewandert. In heißem Wetter wanderten wir. Als gegen Nachmittag erste zaghafte Regentropfen fielen, vollführten manche Freudensprünge. Doch der Regen verstärkte sich zusehends, immer weiter, bis wir unter einem Baum Zuschlupf fanden. Aber selbst dieser hielt den Regen nur zeitweise ab und bald schon war der Forstweg zu einem Bach geworden und wir bis auf die Haut durchnässt, während über uns der Donner grollte. Auch eine zeitweise Regenpause war nur dazu da, uns kurzzeitig in die Irre zu führen und Hoffnung zu geben. Allerdings verblasste der Regen dann doch irgendwann und eine zaghafte Sonne zeigte sich wieder.
Die folgenden Tage trockneten wir unsere Sachen und wanderten unter stetem Sonnenschein in malerischer Umgebung durch Wälder und kleine Dörfer und über Wiesen und Kalksteinklippen. Dadurch wart der nasse Start auch bald vergessen und Wasser zum Trinken, Kochen und Abwaschen wurde in dieser Karstlandschaft zu einem raren Gut. Einzig und allein die Quelle des Doubs versprach eisig kaltes Wasser im Überfluss. An diesem Abend stießen auch noch zwei weitere Rovis dazu und unsere Gruppe war komplett und feierte mit einem Abendessen von dem man das erste mal seit langem so richtig satt wurde!
In die Schweiz zurück wand sich unser Weg abseits der bekannten Wanderwege. Mit Zwischenstopp an einem Grenzübergang mit historischen Relikten und vorbei an aggressiven Weidehunden wanderten wir bis wir in Le Pont wieder in einen Zug stiegen, zunächst nach Lausanne und von dort in die heimische südbadische Weltmetropole.










